Dienstag, 21. März 2017

Rezension: Die Hütte

Die Hütte
von William Paul Young
ISBN: 9783793422952

Worum es geht:
Vor Jahren ist Mackenzies jüngste Tochter verschwunden. Ihre letzte Spur hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden – nicht weit vom Camping-Ort der Familie. Vier Jahre später, mitten in seiner tiefsten Trauer, erhält Mackenzie eine rätselhafte Einladung in diese Hütte. Ihr Absender ist Gott. Trotz seiner Zweifel lässt Mackenzie sich auf diese Einladung ein. Eine Reise ins Ungewisse beginnt. Was er dort findet, wird Macks Welt für immer verändern.

Mein Eindruck:
Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch bereits vor einigen Jahren als Geschenk erhielt. Nun war es endlich an der Zeit dieses Buch von meinem SuB abzubauen. Und nach einigen regelrechten Leseflops, die dieses Jahr bereits mit sich brachte, hat mich "Die Hütte" positiv überrascht. Zwar sind manche Antworten seitens Gott auf die Fragen von Macks ausweichend, werden aber einige Abschnitte später noch einmal aufgegriffen und vertieft. Es geht für Macks darum, endlich Antworten zu finden. Ihn beschäftigt die Frage warum es so viel Grausamkeit auf der Welt gibt, wenn es doch Gott gibt, der gut zu uns ist. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass der Autor William Paul Young den Leser bekehren möchte. Vielmehr distanziert sich Gott in diesem Buch abschnittsweise von der Kirche und Glaubensgruppen, die die Bibel etc. zu interpretieren versuchen. Auch hier geschieht dies nicht mit einer regelrechten "Bedrängung" des Lesers. 
Meines Erachtens gibt dieses Buch einige Denkanstöße rund um die Themen Gott, Krisenbewältigung und Vergebung sowie auch sich selbst finden und lieben. 

Mein Fazit:
Der Leser sollte generell offen für das Thema "Gott und Glaube" sein. Jedoch werden auch hier Menschen fündig und Denkanstöße sowie Einladungen zum Reflektieren erhalten, die keine gefestigten Christen sind. Ich empfehle dieses Buch jedem, der Lust auf ein etwas "anderes" Buch hat. 

Sonntag, 19. März 2017

Rezension: Das Jahr in dem ich dich traf

Das Jahr in dem ich dich traf
von Cecilia Ahern
Roman
ISBN: 978-3-8105-0153-0

Worum es geht: 
Jasmine liebt ihre Schwester und ihre Arbeit. Als sie für ein ganzes Jahr freigestellt wird, weiß sie überhaupt nicht mehr, was sie tun soll – und wer sie eigentlich ist.
Matt braucht seine Familie und den Alkohol. Ohne sie steht er vor dem Abgrund.
Jasmine und Matt sind Nachbarn, doch sie haben noch nie miteinander gesprochen. Da Jasmine so viel freie Zeit zu Hause hat, beginnt sie, Matt zu beobachten. Sie macht sich ihre Gedanken über ihn und fängt in ihrem Kopf Gespräche mit ihm an. Nur in echt will sie mit diesem Kerl nichts zu tun haben – dafür hat sie ihre eigenen, guten Gründe. 
Doch dann beginnt ein Jahr voll heller Mondnächte, langer Gartentage und berührender Überraschungen – ein Jahr, das alles verändert.


Mein Eindruck: 
Der Garten und der Jahresverlauf stehen in diesem Buch als großes Symbol. Sie stehen jeweils für Veränderung, Beständigkeit etc. Auch die Gartenarbeit an sich steht oft für das Gefühlsleben der Protagonistin Jasmine. Symbole und Zeichen in Büchern finde ich generell schön und helfen das Buch zu interpretieren. Jedoch ist "Das Jahr in dem ich dich traf" so symbolträchtig, dass es mich persönlich genervt hat. Es wirkt als wollte die Autorin zu 150% sicher gehen, dass der Leser die Symbolik versteht! Ja, der Leser versteht die Symbole, auch wenn es weniger wären. 
Ansonsten plätschert auch die Geschichte, die eigentlich viel Potenzial hat, leider nur vor sich hin. Meines Erachtens passiert einfach viel zu wenig, dafür dass Jasmine vorher so voller Ideen für Projekte etc. war. Auch, dass Jasmine ihre Schwester Heather absolut nicht loslassen kann und dafür ihre weitere Karriere auf so (dämliche) Art aufs Spiel setzt, hat mir absolut nicht gefallen. An dieser Stelle hätte ich das Buch fast abgebrochen. 
Die ersehnte Liebesgeschichte geschieht auf einigen wenigen Seiten und ganz nebenbei. (Achtung Spoiler: Plötzlich sind sie ein Paar und das Buch ist zu Ende.)
Ebenfalls ein Wehrmutstropfen: das Buch ist in einer Form geschrieben, die ich eigentlich sehr ansprechend finde. Jasmine erzählt ihre Geschichte für ihren Nachbarn, spricht also häufig mit dem "Du". Die Sätze fangen zum Beispiel an mit "Du kamst um die Ecke..." oder so ähnlich. Doch nur eine halbe Seite später wird die selbe Person, also die "Du-Person" zum "Sie". WARUM? Hat dieses Buch niemand zur Korrektur gelesen? Solche Fehler dürfen meines Erachtens einfach nicht passieren und verhindern den ohnehin geringen Lesespaß noch mehr!

Mein Fazit:
Leider ist "Das Jahr in dem ich dich traf" nicht empfehlenswert. Sehr gut gefallen hatte mir "PS Ich liebe dich", ebenfalls von Cecilia Ahern. Wie ein solcher (Qualitäts-)Unterschied bei der gleichen Autorin zustande kommt, ist mir ein Rätsel. 

Dienstag, 7. März 2017

Rezension: Fünf

Fünf
von Ursula Poznanski
Thriller
ISBN: 978-3805250313

Worum es geht:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Mein Eindruck:
Die Idee des Geocachings empfand ich für einen Thriller als modern und guten Plott. Schließlich kann ich als Leser mit rätseln, dachte ich. Doch kam mir schnell Langeweile auf: die Leichen(teile) werden stets auf die gleiche Art und Weise gefunden. Hier gibt es keine Abwechslung und keinerlei Überraschung. Als Leserin wusste ich stets, was als nächstes in dem Fall geschehen wird. 
Die Opfer des Mörders bleiben sehr flach und haben mich nur sehr wenig beschäfitg. Die Ermittler waren ohnehin ständig dabei die Rätsel zu lösen und haben kaum persönliches von den Opfern ermittelt. Doch da eine gewisse andere Figur merkwürdig in den Vordergrund trat, war mir sehr schnell klar, wer der Mörder ist.
Ein weiteres Manko war für mich das große "Drama" um die Ermittlerin. Sie hat ständig Ärger mit ihrem Exmann und wird regelrecht von ihm tyrannisiert. Hier werden zudem auch noch Klischees benutzt, die an Stammtischdenken des letzten Jahrhunderts erinnern. Das ist wirklich schade und diese Denkweise schon lange überholt!

Mein Fazit:
"Fünf" ist für mich pure Enttäuschung, da ich als Auftakt einer Reihe wirklich mehr erwartet hatte. Ich werde die Reihe keinesfalls fortführen.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Liebster Award (TAG)

Wow, ich wurde nominiert!

Bereits vor einiger Zeit hat mich Viktoria von diary of a booklover für dem "Liebster Award" nominiert. Und ich habe mich natürlich riesig darüber gefreut! Daher Schande auf mein Haupt, dass ich diese Nominierung erst heute entdeckt habe. Huch! Daher mache ich mich sofort an das Beantworten! 





Zuerst noch die Regeln:
1. Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
2. Verlinke die Person, die dich markiert hat.
3. Nominiere weitere Blogs.
4. Stelle diesen 11 neue Fragen.

Meine Antworten!

1. Was waren deine drei Top-Bücher 2016?
Insgesamt hab ich 23 Bücher gelesen. Das war nicht so viel, wie ich gehofft hatte. Aber es waren dennoch einige Schätze dabei. Ganz besonders gefallen haben mir unter anderem diese drei:

Fingerhutsommer (nicht so gut wie die Vorgänger der Reihe, aber durchaus lesenswert!)

2. Und deine drei größten Flops?
Enttäuscht war ich besonders von Amokspiel. Und auch das Buch "SMS für dich" war gar nichts für mich. Das Buch "Alles ist erleuchtet" habe ich sogar vorzeitig abgebrochen!

3. Welche Buchreihe hat dir in diesem Jahr am besten gefallen?
Ich stehe absolut auf die Buchreihe um den Psychologen Sebastian Bergmann. Das ist aber tatsächlich keine Reihe, die jeder sofort mag. Ihre Figuren sind oft ziemlich unsympathisch. In meiner Familie bin ich zum Beispiel die einzige Leserin der Reihe. 
Mit "Die Therapeutin" gelang aber ein weiterer Start in eine lesenswerte Reihe. 

4. Wie viele Bücher hast du 2016 gelesen?
Insgesamt habe ich leider nur 23 Bücher gelesen. Das ist mir eindeutig zu wenig. Das soll in diesem Jahr deutlich (!) gesteigert werden!

5. Was war dein winterliches Highlight? 
Ui, darauf kann ich gar keine so richtige Antwort geben. Ich habe im Winter "Eine handvoll Worte" und "Ein ganz neues Leben" von Jojo Moyes gelesen.Beides war für das Wetter draußen genau richtig. Auch wenn ich den Rest des Jahres eher Krimis bevorzuge. 

6. Welche Buchreihe willst du 2017 unbedingt fortsetzen?
Unbedingt lesen muss ich "Der Galgen von Tyburn". Diese Reihe fesselt mich einfach durch und durch und ich kann es kaum erwarten mit Peter Grant wieder auf Verbrecherjagd zu gehen!

7. Gibt es eine Neuerscheinung, auf die du dich 2017 besonders freust?
Mit dem Thema Neuerscheinungen hab ich mich noch gar nicht so intensiv auseinander gesetzt. Das liegt daran, dass ich massiv meinen SuB abbauen möchte, da ich diverse Wetten mit meinem Mann laufen habe. "Der Galgen von Tyburn" ist tatsächlich die einzige Neuerscheinung, die ich schon sehnlichst erwarte! 

8. Welches Sachbuch hat dich 2016 weitergebracht?
Öhm, meine Sachbücher notiere ich mir nicht. Ich liebe, liebe, liebe aber Kochbücher! Zählen die auch?! Die inspirieren mich auf jeden Fall für unser gemeinsames Hobby: der foodblog! 

9. An welchen Challenges hast du dieses Jahr teilgenommen? 
Ich habe an zwei challenges teilgenommen. Einmal an einer Hörbuch-challenge. Hier bin ich tatsächlich mit meinen gehörten 8,5 Hörbüchern nur knapp an meinem Ziel vorbei geschossen. 
Die challenge rund um Cecilia Ahern jedoch habe ich komplett vergeigt! Hust.
Eine Art Minirückblick auf die challenges findest du hier!

10. Was war die größte Veränderung auf deinem Blog in diesem Jahr (optisch oder thematisch)?
Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass die größte Veränderung war, wie wenig hier los war! Ich habe immer noch nicht alle Rezensionen aus dem Jahr 2016 veröffentlicht. Das ist echt hart. Dafür gab es umso mehr private Veränderungen, die mir einfach gut taten und die auch dran waren. Ein Vorhaben für das Jahr 2017 ist auf jeden Fall, dass ich mehr lese und vor allem regelmäßiger rezensiere! 

11. Welche drei Bücher möchtest du im Januar unbedingt lesen?
Ja, ich weiß. Der Januar ist schon rum. Und jetzt ist es leicht zu sagen, dass ich genau die Bücher gelesen habe, die ich mir vorgenommen hatte. Aber so ist es tatsächlich! Durch einen wunderbar entspannten Urlaub in Schweden hatte ich sehr viel Zeit zum Lesen und habe meine Januarziele sogar übertroffen! Unter anderem wollte ich "Mördermädchen" unbedingt lesen! 

Meine Fragen an die Nominierten!

  1. Beschreibe deinen Start in das Lesejahr 2017! 
  2. Gibt es bereits absolute Flops?
  3. Hast du bereits jetzt ein absolutes Highlight für 2017 gelesen?
  4. Wie viele Hörbücher nimmst du dir für dieses Jahr vor?
  5. Welche Bücher hast du dir 2017 bereits neu gekauft?
  6. Stell eine Prognose: wird dein SuB eher schrumpfen oder wachsen im Jahr 2017?
  7. Nenne uns dein allerliebstes Kinderbuch! Egal ob aus deiner Generation oder von deinen eigenen Kindern!
  8. Wenn du ein Buch schreiben würdest - wäre dies ein Liebesroman, ein Krimi oder Sachbuch?
  9. Eine gute Freundin ist absolut begeistert - von einem Buch, das völlig an deinem Lieblingsgenre vorbei geht. Liest du es trotzdem?
  10. Mit der Post kommt überraschend ein Buch an - welches wäre dein Favorit?
  11. Weißt du schon, welches Buch du als Nächstes verschenken wirst?

Diese blogs nominiere ich:

Noah und Tina von superlesehelden
Svenja von buchfresserchen
Simone von Mones Bücherliebe

Ich wünsche allen viel Spaß beim Beantworten meiner Fragen!

Dienstag, 7. Februar 2017

Rezension: Eigentlich bist du gar nicht mein Typ

9783426520116Eigentlich bist du gar nicht mein Typ
von Anna Bell
Roman
ISBN:  978-3426520116

Worum es geht:
Abi ist sich sicher, in Joseph ihren Traummann gefunden zu haben. Mit ihm möchte sie alt werden und den Sonnenuntergang in Portsmouth beobachten. Joseph sieht das allerdings etwas anders und verlässt Abi von einem Tag auf den anderen mit der Begründung, sie seien zu verschieden. Abi ist am Boden zerstört und hofft, dass Joseph wieder zur Besinnung kommt. Als er ihr wenige Tage später allerdings eine Kiste mit ihren Sachen vor die Tür stellt, ist es amtlich: Er will nichts mehr mit ihr zu tun haben. 
In der Kiste findet Abi eine Bucket-List von Joseph, die sie nie zuvor gesehen hat: "Zehn Dinge, die ich vor meinem 40. Geburtstag getan haben möchte." Abi ist sich sicher: Wenn sie die Punkte auf Josephs Liste abarbeitet, wird er erkennen, dass sie die perfekte Frau für ihn ist.


Mein Eindruck:
"Eigentlich bist du gar nicht mein Typ" ist ein Buch, das der Leser nicht zu ernst nehmen sollte. Denn sonst müsste dieser sich permanent darüber aufregen, wie versteift Abi auf diesen einen Typen ist und wie sehr sich Abi seit der plötzlichen Trennung hängen lässt. Das sind Charaktereigenschaften, die mir als Leserin unangenehm waren (so ein Frauenbild habe ich nicht!). Aber diese Eigenschaften sind nötig, um Abi das nötige Durchhaltevermögen für die Bucketlist zu geben. Und das zieht Abi leicht tollpatschig und naiv, aber für mich als Leserin immer liebenswert durch. Gemeinsam mit ihr konnte ich innere und sehr persönliche Grenzen überspringen und tolle Ereignisse erleben. Aber Vorsicht: nach der Lektüre dieses Buches hatte ich starken Hunger auf Kuchen und Co. Denn dieser ist neben Schokolade irgendwie immer präsent. 
Ein kleiner Minuspunkt ist die Vorhersehbarkeit der Story. Bereits nach den ersten Erledigungen auf der Liste war mir klar, was geschehen würde. Da dies jedoch recht häufig bei Liebesromanen der Fall ist, konnte ich darüber hinwegsehen. 

Mein Fazit:
Ein großartiges Meisterwerk an Lektüre darf nicht erwartet werden. Dies ist eher ein nettes "Bonbon" für zwischendurch. Aber mit einer Packung Keksen an der Seite durchaus lesenswert. Den ein oder anderen Schmunzler gibt es gratis.