Sonntag, 8. Oktober 2017

Rezension: Mit Träumen im Herzen

Mit Träumen im Herzen*
von Guiseppe Catozzella
Roman (nach einer wahren Geschichte)
ISBN:  978-3-328-10059-1

Worum es geht:
Sie kam als Letzte ins Ziel, doch ihr Foto ging um die Welt. Millionen waren bei den Olympischen Spielen 2008 von der somalischen Läuferin Samia und ihrem eisernen Willen gerührt. Doch nur wenige wissen, dass die junge Frau danach in ihrer Heimat keine Unterstützung mehr erhielt und sich auf die lange illegale Reise nach Europa machte. Ihre Odyssee fand 2012 vor Lampedusa ein tragisches Ende.
Der italienische Journalist Giuseppe Catozzella hat Samias Geschichte recherchiert und mit ihrer Schwester gesprochen. In einer einfachen und emotional berührenden Sprache lässt er Samias Welt entstehen und gibt der verschollenen jungen Frau eine Stimme.

Mein Eindruck:
Mit dem Buch "Mit Träumen im Herzen" ist dem Autor eindrucksvoll gelungen, eine Geschichte von Flucht zu erzählen. Der Leser wird an die Hand genommen, um die Lebensumstände in Somalia kennen zu lernen und die Beweggründe für eine lebensgefährliche Flucht verstehen zu können. Dabei schont der Autor Guiseppe Catozella nicht. Er umschreibt das, was tausende Menschen Tag für Tag erleben. Ausbeutung, Gewalt, Hunger und Durst waren in Samias Leben nicht erst bei der Flucht vorherrschende Themen. Durch diverse Gewalttaten wird ihre Familie während ihrer Kindheit auseinander gerissen. Trost findet sie nur im Laufen.
So traurig und erschreckend dieses Buch sein mag - trotzdem vermittelt es, wie wichtig es ist Träume zu haben. Und aus Träumen werden Ziele.

Mein Fazit:
Dieses Buch sollte jeder lesen, der mehr über die Schicksale hinter der "Flüchtlingskrise" erfahren möchte. Und trotzdem erfahren will, was es heißt für seine Träume unter schwersten (politischen) Bedingungen zu kämpfen.

*Das Buch wurde mir freundlicher Weise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension: Böse Leute

Böse Leute
von Dora Heldt
Roman
ISBN: 978-3-423-21677-7

Worum es geht:
Sylt wird von einer mysteriösen Einbruchserie erschüttert: Nicht die millionenschweren Luxusvillen werden überfallen, sondern die Häuser älterer, alleinstehender Frauen. Die Polizei ist ratlos. Ex-Hauptkommissar Karl Sönnigsen will den ehemaligen Kollegen unter die Arme greifen – und zwar auf seine ganz eigene Art: Mit Freund Onno, Strohwitwe Charlotte und seiner langjährigen Bekannten Inge stellt Karl ein mit allen Wassern gewaschenes Ermittlerteam auf die Beine.

Mein Eindruck:
Da dies mein allererstes Buch von der Autorin Dora Heldt war, kann ich an dieser Stelle keinen Vergleich zu ihren anderen Büchern, wie etwa "Tante Inge haut ab" anstellen. "Böse Leute" ist jedoch das erste Buch von Dora Heldt, das als Kriminalroman gehandelt wird.
Zu Beginn des Buches werden die Figuren erklärt und mit vielen Details dem Leser umschrieben. Jede der Figuren hat einen sehr eigenen Charakter und beim Lesen hatte jede Figur eine eigene Stimme im Kopf. Jeder Charakter wurde lebendig und bereitete Freude ihn zu begleiten.
Richtig spannend wird "Böse Leute" jedoch erst zur Mitte hin, obwohl der Täter und einige Ereignisse etwas vorhersehbar sind. Trotzdem macht es einfach Spaß die "Eierlikör-Truppe" und die weiteren Figuren zu begleiten.
Die Nebenschauplätze (zB eine Liebelei, Freundschaft...) sind ebenfalls sehr amüsant und haben mich gut unterhalten. Jedes Ereignis konnte ich nachvollziehen.
Der Sprachstil ist eher einfach gehalten und sorgt daher für kurzweilige Unterhaltung. Würde ich dieses Buch als Fernsehprogramm einordnen, wäre es ein typisches "Abendvorprogramm".

Montag, 11. September 2017

Leseflaute - oder wie kommt der Spaß an Büchern wieder?

Wenn die Lust am Lesen plötzlich vergeht...

Kein Buch vor der Nase zu haben und Freunden und Bekannten von meinen Büchern vorzuschwärmen ist für mich eine echte Herausforderung. Normalerweise. Doch auf einmal war alles anders. Die Lust fehlte, der Lebensfokus war einfach komplett auf unser neues Familienleben geschwenkt. Das ist einerseits total gut und richtig, trotzdem habe ich das Lesen irgendwie vermisst. Schließlich wusste ich doch, dass in meinem Regal noch zig Abenteuer darauf warten endlich gelesen zu werden. Doch keins der Bücher sprach mich an und schon nach wenigen Zeilen im aktuellen Buch verlor ich die Konzentration und schlichtweg die Lust. Dabei hatte mich das Buch kurze Zeit zuvor noch zu Tränen gerührt! Mir wurde klar: dies ist eine ausgewachsene Leseflaute. Herrje.

Also machte ich mich auf die Suche, was denn andere Menschen gegen ihre Leseflaute so tun. Und einige der völlig unterschiedlichen Ideen haben mir so gut gefallen, dass ich sie gerne mit euch teilen möchte!

10 Tipps gegen eine Leseflaute

  1. Ganz bewusst mal gar nichts lesen - für einen begrenzten und vorher festgelegten Zeitraum!
  2. Ein Lesedate mit sich selbst vereinbaren und dafür ganz allein in ein gemütliches Café gehen.
  3. Mit dem Zug einfach irgendwohin fahren und ein Buch dabei haben.
  4. Sich "zwingen" jeden Abend eine halbe Stunde zu lesen, so werden auch langweilige Passagen vergehen.
  5. Einfach mal das Buch und das Genre wechseln!
  6. Einfach mal "offline" sein!
  7. Leseziele setzen - wenn ein langweiliges oder anspruchsvolles  Buch "quält" mit purer Unterhaltungsliteratur "belohnen"!
  8. Ein Buch mit Kurzgeschichten lesen.
  9. Videos von booktubern gucken.

Und was hat meine persönliche Leseflaute beendet?

Ehrlich gesagt war es keiner der oben genannten Tipps - es war ein ganz anderes Ereignis: wir sind mal wieder für die Oma meines Mannes in die Bücherei der größeren Stadt gefahren, um sie mit Büchern zu versorgen. Und da war es! DAS Buch, das ich schon ewig lesen wollte (Ensel und Krete von Walter Moers). Also habe ich mit mir selbst einen Deal geschlossen: das aktuelle Buch beenden und dann im Urlaub endlich meine Walter-Moers-Lesesammlung erweitern. Offen gestanden hat mich "Ensel und Krete" jetzt nicht vom Hocker gehauen. Passagenweise war es eher vorhersehbar. Trotzdem ist meine Leselust geblieben und ich bin auch beim blog wieder am Start!

Habt ihr noch mehr Tipps gegen eine akute Leseflaute?

Donnerstag, 18. Mai 2017

Rezension: Blankes Entsetzen

Blankes Entsetzen 
von Hilary Norman
ISBN: 978-3-8387-1743-2
Thriller

Worum es geht; 
Der Rechtsanwalt Robin Allbeury hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen zu helfen, die von ihren gewalttätigen Ehemännern geplagt werden. Doch für manche Frauen kommt jede Hilfe zu spät. So ist es im Falle von Lynne Bolsover, deren Leiche in einem Schrebergarten gefunden wird, Opfer eines brutalen Gatten - so scheint es jedenfalls ...
Und dann gibt es Frauen wie Lizzie Piper, Mutter von drei Kindern und verheiratet mit einem erfolgreichen Chirurgen, der dem Idealbild des fürsorglichen Ehemanns entspricht. Doch niemand weiß, was in manchen Ehen wirklich vorgeht. Oder was hinter verschlossener Tür geschieht ...

Mein Eindruck:
Ehrlich gesagt lag "Blankes Entsetzen" ewig lang auf meinem SuB - bestimmt mehrere Jahre lang. Das Cover hatte mich überhaupt nicht angesprochen, ist es doch irgendwann als Geschenk mal zu mir gewandert. Dennoch wurde es Zeit auch dieses Buch mal zu lesen - und dann? Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Die Spannung, die Hilary Norman aufbaut, hat mich sofort gepackt und ich musste unbedingt wissen, wie es im Buch weiter geht. 
Mit "Blankes Entsetzen" kann der Leser einen Blick hinter die Kulissen der scheinbar perfekten Familien werfen und wird manches Mal voller Unglauben den Kopf schütteln - dennoch ist dieses Buch sehr realistisch  und nachvollziehbar gehalten. Jede der Frauen hat ihre Gründe bei den Ehemännern zu bleiben und die pure Hölle tagtäglich zu erleben. 
Einzig die Auflösung des Täters hat mich ein wenig irritiert. Zwar hatte ich mir zwischenzeitlich gedacht, dass es auf diesen Täter hinauslaufen wird, aber die Begründung fiel dann doch etwas schwach aus. Insgesamt hat mir das Buch jedoch sehr gut gefallen und für ordentlich Spannung gesorgt!

Mein Fazit:
Insgesamt ein gut gelungenes und spannendes Buch, das jeder Thriller-Fan gelesen haben sollte. Allerdings lässt die Auflösung des Falls ein wenig zu wünschen übrig und ist nicht 100% überzeugend. 

Dienstag, 9. Mai 2017

Rezension: Der Kruzifix-Killer

Der Kruzifixkiller
von Chris Carter
Hunter-und-Garcia-Reihe Band 1
ISBN: 9783548281094
Thriller

Worum es geht:
Los Angeles: Die Leiche einer wunderschönen Frau wird gefunden, zu Tode gequält und bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz, ein Teufelsmal: das Erkennungszeichen eines hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und er ist Hunter immer einen Schritt voraus - denn er kennt ihn gut. Zu gut.

Mein Eindruck: 
Der Beginn des Buches hat mich diesmal sofort gepackt - denn statt erst einmal an die Figuren herangeführt zu werden, wie es manche Reihenauftakte so tun, startet dieser Thriller direkt im Geschehen. Keine Zeit für lange Erklärungen, da der Kollege von Hunter sofort gerettet werden muss. Mitten in den Geschehnissen dieser Szene wird erläutert, wie es zur aktuellen Lage gekommen ist. Das ist meines Erachtens dem Autoren sehr gelungen. 
Weiterhin gelungen ist die Beschreibung der Vorgehensweise des Täters. Oft überkam mich dank meiner Vorstellungskraft eine Gänsehaut - und genau darum geht es doch beim Lesen eines Thrillers, richtig? Insgesamt ist der Thriller recht blutig und brutal gehalten - dafür geht er jedoch nicht besonders in die Tiefe, was die Protagonisten angeht... Hunter wird als überdurchschnittlich intelligent beschrieben und hat auf vieles tatsächlich sofort eine Lösung oder den richtigen psychologischen Ansatz parat. Dieser Aspekt soll Hunter individuell machen, schon klar. Doch manchmal stört es mich, dass dadurch manch andere Figur in dem Buch recht "dumm" erscheint. Trotzdem mag ich die beiden Ermittler Hunter und Garcia sehr, so unterschiedlich sie auch sind. 

Mein Fazit:
Besonders viel Aussagekraft oder Raffinesse hat "Der Kruzifixkiller" nicht aufzuweisen, dafür bietet er jede Menge kurzweilige Unterhaltung in Serienform, da es bereits mehrere Nachfolgebände gibt. Ein Thriller für jeden, der "mal schnell etwas Spannung" möchte. 

Freitag, 5. Mai 2017

Rezension: Little Bee

Little Bee
von Chris Cleave
Roman
ISBN: 978-3-423-21406-3

Worum es geht: 
Manchmal wünscht sie sich, sie wäre eine englische Pfundmünze: dann würde sich nämlich jeder freuen, sie zu sehen. Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Afrika. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches zugestoßen, und seit zwei Jahren lebt sie in einem englischen Abschiebelager für Asylbewerber. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. In England kennt sie außerhalb des Lagers nur zwei Menschen: Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen, kennengelernt. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt sich Andrew um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür ...

Mein Eindruck: 
Bereits vor einigen Jahren hatte ich mich an diesem Buch versucht, es nach ein paar Seiten aber abgebrochen. Jetzt allerdings habe ich es in einem Rutsch verschlungen! Die ersten Zeilen waren vielleicht beim ersten Versuch zu verworren für mich, so dass es mir schwer viel mich auf die Protagonistin "Little Bee" einzulassen. Aber dranbleiben lohnt sich wirklich! 
Obwohl dieses Buch nicht als Kriminalroman oder gar Thriller gehandelt wird, bietet es durchaus Spannung. Die Ereignisse von vor ein zwei Jahren holen die beiden Frauen wieder ein. Sie stehen die Situationen gemeinsam durch und freunden sich dabei auf sehr authentische Art und Weise an. Sie brauchen sich gegenseitig! Und obwohl beide Frauenfiguren aus so unterschiedlichen Lebenswelten stammen, können sie sich diese Hilfe bieten - zumindest bis zu einer gewissen Grenze. Und dies versteht der Autor sehr gut darzustellen. 
"Little Bee" ist in meinen Augen ein sehr gelungener Roman, der es vermag dramatische Ereignisse und Freundschaft gefühlvoll miteinander zu verknüpfen. Mir sind sämtliche Figuren des Romans sehr ans Herz gewachsen. 

Mein Fazit:
Ein lesenswerter Roman rund um eine wunderbare Frauenfreundschaft, der viel Spannung und Erstaunen beim Leser hervorruft. Viel Tiefe, bzw. Fachwissen zum Thema "Flüchtlingssituation" oder gar "Afrika" bietet dieser Roman jedoch nicht und bietet sich daher eher als "Einstieg" in diese Themen. 

Montag, 10. April 2017

(Lese-) Rückblick 1. Quartal 2017

Wo ist die Zeit nur geblieben? 
Das erste Quartal im Jahr 2017 ist schon vorbei und damit wird es Zeit für einen Mini-Rückblick .
Wie du vielleicht schon gemerkt hast, bin ich leider bislang mit diesem buchblog nicht so durchgestartet, wie ich mir eigentlich vorgenommen hatte. 2017 sollte das Jahr des blogs werden. Es hat sich zwar heraus gestellt, dass ich wieder mehr lese, als noch im letzten Jahr. Aber meine Aufmerksamkeit wird gerade mit meinem anderen online-Projekt geteilt. Das ist aufwendiger als gedacht, aber es ist auch aufregend und spannend. Es ist mein gemeinsames Hobby mit meinem Mann: wir kochen, wir fotografieren, wir schreiben drüber. Du findest unseren foodblog unter www.schmackofazzo.de. Und natürlich würde ich mich auch da über einen Besuch von dir sehr freuen!

Höchste Zeit für einen kleinen Leserückblick
Auch wenn hier noch einige Rezensionen ausstehen - gelesen habe ich überraschend viel. Und auch mit den beiden challenges läuft es ziemlich gut. Die Edelstein-Challenge läuft besser an, als ich dachte. Auch für die Save-your-sub-challenge habe ich schon ein paar Bücher gelesen. Das ist phantastisch und es motiviert mich dran zu bleiben. Mein Leseziel für das Jahr 2017 scheint durchaus machbar zu sein. Natürlich spielte mir da unter anderem unser herrlicher Urlaub in Schweden gut in die Hände. 

Gelesene Bücher im 1. Quartal 2017

Im ersten Quartal hab ich diese Bücher gelesen:
  1. "Die Vermessung der Welt", von Daniel Kehlmann
  2. "Wer Wind sät", von Nele Neuhaus (audio, gelesen von Julia Nachtmann)
  3. "Mördermädchen", von Elizabeth Little
  4. "Eisige Nähe", von Andreas Franz
  5. "Eigentlich bist du gar nicht mein Typ", von Anna Bell
  6. "Böser Wolf", von Nele Neuhaus
  7. "Die Lebenden und die Toten", von Nele Neuhaus
  8. "Grausames Spiel", von Hillary Norman
  9. "Fünf", von Ursula Poznanski
  10. "Nur ein Frühlingshauch", von Erica James
  11. "Vielleicht sogar wir alle", von Marie-Aude Murail
  12. "Die Hütte", von William Paul Young
  13. "Das Jahr in dem ich dich traf", von Cecilia Ahern
  14. "Der Scherbensammler", von Monika Feth
Welche Bücher ich noch lesen möchte:
Natürlich liegt durch die challenges und auch durch die Wette mit meinem Mann der Schwerpunkt weiterhin auf meinem SuB. Trotzdem geht die aktuellere Literatur nicht ganz an mir vorbei. Hier ein kleiner Einblick in meine aktuelle Wunschliste. 








Unsere liebsten Kochbücher und Co
Ich hatte es anfangs schon erwähnt - "Gedruckte Welt" ist nicht mehr mein einziges online-Projekt. Daher werden sich auch einige Themen ein wenig verschieben. Natürlich wird hier weiterhin der Schwerpunkt auf Buchrezensionen etc. liegen. Aber Empfehlungen zu Koch- und Backbüchern werden ihren Platz auf www.schmackofazzo.de finden. Außerdem findest du dort natürlich jede Menge Rezepte und alles andere rund um das Thema "Küche und Kochen". 

Sonntag, 2. April 2017

Rezension: Der Scherbensammler

Der Scherbensammler
von Monika Feth
Thriller (für Jugendliche)
ISBN: 978-3-570-30339-9
(Jette Thriller: Band 3)

Worum es geht: 

Minas Vater, das Oberhaupt eines streng religiösen Zirkels, wird ermordet. Während Mina ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät, ist Jette von ihrer Unschuld überzeugt. Auf der Suche nach dem wahren Täter begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr …

Mein Eindruck:

Es ist bereits einige Jahre her, dass ich die beiden Vorgängerbände gelesen habe und ich muss gestehen, dass ich mich kaum inhaltlich daran erinnern kann. Doch das stört beim 3. Band der Reihe rund um Jette und ihre Freunde keineswegs. Sie sind auch unabhängig von einander lese- und nachvollziehbar. 
Die Figuren des Buchs "Der Scherbensammler" waren mir (wieder) sofort vertraut und auch in ihren Handlungen absolut nachvollziehbar. Dabei ist jede Figur in ihrem Charakter und in ihrem Tun absolut authentisch. Eine einzige Ausnahme bildet hier Thilo, der als Therapeut für mich nicht immer logisch handelt, sonst wäre aber auch der Verlauf der Story so unmöglich. Hier drücke ich also einfach mal ein Auge zu. Schließlich ist das Buch für Jugendliche ausgelegt.
Durch die verschiedenen Handlungsstränge bleibt das Buch durchgängig gut zu lesen und ist immer mit einer gewissen Spannung versehen. Leider ist für mich der Täter relativ früh zu logisch. An dieser Stelle hätte ich mir eine andere, vor allem überraschende Lösung des Falls gewünscht. Hier hätte vor allem Minas Erkrankung sowie Vergangenheit viele andere Lösungen ermöglicht. 

Mein Fazit:

Ein gut konzipierter Krimi/Jugendthriller für zwischendurch. Wer jedoch am Ende eher auf unvorhergesehene Lösungen eines Falls steht, sollte sich ein anderes Buch suchen. 

Dienstag, 21. März 2017

Rezension: Die Hütte

Die Hütte
von William Paul Young
ISBN: 9783793422952

Worum es geht:
Vor Jahren ist Mackenzies jüngste Tochter verschwunden. Ihre letzte Spur hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden – nicht weit vom Camping-Ort der Familie. Vier Jahre später, mitten in seiner tiefsten Trauer, erhält Mackenzie eine rätselhafte Einladung in diese Hütte. Ihr Absender ist Gott. Trotz seiner Zweifel lässt Mackenzie sich auf diese Einladung ein. Eine Reise ins Ungewisse beginnt. Was er dort findet, wird Macks Welt für immer verändern.

Mein Eindruck:
Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch bereits vor einigen Jahren als Geschenk erhielt. Nun war es endlich an der Zeit dieses Buch von meinem SuB abzubauen. Und nach einigen regelrechten Leseflops, die dieses Jahr bereits mit sich brachte, hat mich "Die Hütte" positiv überrascht. Zwar sind manche Antworten seitens Gott auf die Fragen von Macks ausweichend, werden aber einige Abschnitte später noch einmal aufgegriffen und vertieft. Es geht für Macks darum, endlich Antworten zu finden. Ihn beschäftigt die Frage warum es so viel Grausamkeit auf der Welt gibt, wenn es doch Gott gibt, der gut zu uns ist. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass der Autor William Paul Young den Leser bekehren möchte. Vielmehr distanziert sich Gott in diesem Buch abschnittsweise von der Kirche und Glaubensgruppen, die die Bibel etc. zu interpretieren versuchen. Auch hier geschieht dies nicht mit einer regelrechten "Bedrängung" des Lesers. 
Meines Erachtens gibt dieses Buch einige Denkanstöße rund um die Themen Gott, Krisenbewältigung und Vergebung sowie auch sich selbst finden und lieben. 

Mein Fazit:
Der Leser sollte generell offen für das Thema "Gott und Glaube" sein. Jedoch werden auch hier Menschen fündig und Denkanstöße sowie Einladungen zum Reflektieren erhalten, die keine gefestigten Christen sind. Ich empfehle dieses Buch jedem, der Lust auf ein etwas "anderes" Buch hat. 

Sonntag, 19. März 2017

Rezension: Das Jahr in dem ich dich traf

Das Jahr in dem ich dich traf
von Cecilia Ahern
Roman
ISBN: 978-3-8105-0153-0

Worum es geht: 
Jasmine liebt ihre Schwester und ihre Arbeit. Als sie für ein ganzes Jahr freigestellt wird, weiß sie überhaupt nicht mehr, was sie tun soll – und wer sie eigentlich ist.
Matt braucht seine Familie und den Alkohol. Ohne sie steht er vor dem Abgrund.
Jasmine und Matt sind Nachbarn, doch sie haben noch nie miteinander gesprochen. Da Jasmine so viel freie Zeit zu Hause hat, beginnt sie, Matt zu beobachten. Sie macht sich ihre Gedanken über ihn und fängt in ihrem Kopf Gespräche mit ihm an. Nur in echt will sie mit diesem Kerl nichts zu tun haben – dafür hat sie ihre eigenen, guten Gründe. 
Doch dann beginnt ein Jahr voll heller Mondnächte, langer Gartentage und berührender Überraschungen – ein Jahr, das alles verändert.


Mein Eindruck: 
Der Garten und der Jahresverlauf stehen in diesem Buch als großes Symbol. Sie stehen jeweils für Veränderung, Beständigkeit etc. Auch die Gartenarbeit an sich steht oft für das Gefühlsleben der Protagonistin Jasmine. Symbole und Zeichen in Büchern finde ich generell schön und helfen das Buch zu interpretieren. Jedoch ist "Das Jahr in dem ich dich traf" so symbolträchtig, dass es mich persönlich genervt hat. Es wirkt als wollte die Autorin zu 150% sicher gehen, dass der Leser die Symbolik versteht! Ja, der Leser versteht die Symbole, auch wenn es weniger wären. 
Ansonsten plätschert auch die Geschichte, die eigentlich viel Potenzial hat, leider nur vor sich hin. Meines Erachtens passiert einfach viel zu wenig, dafür dass Jasmine vorher so voller Ideen für Projekte etc. war. Auch, dass Jasmine ihre Schwester Heather absolut nicht loslassen kann und dafür ihre weitere Karriere auf so (dämliche) Art aufs Spiel setzt, hat mir absolut nicht gefallen. An dieser Stelle hätte ich das Buch fast abgebrochen. 
Die ersehnte Liebesgeschichte geschieht auf einigen wenigen Seiten und ganz nebenbei. (Achtung Spoiler: Plötzlich sind sie ein Paar und das Buch ist zu Ende.)
Ebenfalls ein Wehrmutstropfen: das Buch ist in einer Form geschrieben, die ich eigentlich sehr ansprechend finde. Jasmine erzählt ihre Geschichte für ihren Nachbarn, spricht also häufig mit dem "Du". Die Sätze fangen zum Beispiel an mit "Du kamst um die Ecke..." oder so ähnlich. Doch nur eine halbe Seite später wird die selbe Person, also die "Du-Person" zum "Sie". WARUM? Hat dieses Buch niemand zur Korrektur gelesen? Solche Fehler dürfen meines Erachtens einfach nicht passieren und verhindern den ohnehin geringen Lesespaß noch mehr!

Mein Fazit:
Leider ist "Das Jahr in dem ich dich traf" nicht empfehlenswert. Sehr gut gefallen hatte mir "PS Ich liebe dich", ebenfalls von Cecilia Ahern. Wie ein solcher (Qualitäts-)Unterschied bei der gleichen Autorin zustande kommt, ist mir ein Rätsel. 

Dienstag, 7. März 2017

Rezension: Fünf

Fünf
von Ursula Poznanski
Thriller
ISBN: 978-3805250313

Worum es geht:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Mein Eindruck:
Die Idee des Geocachings empfand ich für einen Thriller als modern und guten Plott. Schließlich kann ich als Leser mit rätseln, dachte ich. Doch kam mir schnell Langeweile auf: die Leichen(teile) werden stets auf die gleiche Art und Weise gefunden. Hier gibt es keine Abwechslung und keinerlei Überraschung. Als Leserin wusste ich stets, was als nächstes in dem Fall geschehen wird. 
Die Opfer des Mörders bleiben sehr flach und haben mich nur sehr wenig beschäfitg. Die Ermittler waren ohnehin ständig dabei die Rätsel zu lösen und haben kaum persönliches von den Opfern ermittelt. Doch da eine gewisse andere Figur merkwürdig in den Vordergrund trat, war mir sehr schnell klar, wer der Mörder ist.
Ein weiteres Manko war für mich das große "Drama" um die Ermittlerin. Sie hat ständig Ärger mit ihrem Exmann und wird regelrecht von ihm tyrannisiert. Hier werden zudem auch noch Klischees benutzt, die an Stammtischdenken des letzten Jahrhunderts erinnern. Das ist wirklich schade und diese Denkweise schon lange überholt!

Mein Fazit:
"Fünf" ist für mich pure Enttäuschung, da ich als Auftakt einer Reihe wirklich mehr erwartet hatte. Ich werde die Reihe keinesfalls fortführen.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Liebster Award (TAG)

Wow, ich wurde nominiert!

Bereits vor einiger Zeit hat mich Viktoria von diary of a booklover für dem "Liebster Award" nominiert. Und ich habe mich natürlich riesig darüber gefreut! Daher Schande auf mein Haupt, dass ich diese Nominierung erst heute entdeckt habe. Huch! Daher mache ich mich sofort an das Beantworten! 





Zuerst noch die Regeln:
1. Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
2. Verlinke die Person, die dich markiert hat.
3. Nominiere weitere Blogs.
4. Stelle diesen 11 neue Fragen.

Meine Antworten!

1. Was waren deine drei Top-Bücher 2016?
Insgesamt hab ich 23 Bücher gelesen. Das war nicht so viel, wie ich gehofft hatte. Aber es waren dennoch einige Schätze dabei. Ganz besonders gefallen haben mir unter anderem diese drei:

Fingerhutsommer (nicht so gut wie die Vorgänger der Reihe, aber durchaus lesenswert!)

2. Und deine drei größten Flops?
Enttäuscht war ich besonders von Amokspiel. Und auch das Buch "SMS für dich" war gar nichts für mich. Das Buch "Alles ist erleuchtet" habe ich sogar vorzeitig abgebrochen!

3. Welche Buchreihe hat dir in diesem Jahr am besten gefallen?
Ich stehe absolut auf die Buchreihe um den Psychologen Sebastian Bergmann. Das ist aber tatsächlich keine Reihe, die jeder sofort mag. Ihre Figuren sind oft ziemlich unsympathisch. In meiner Familie bin ich zum Beispiel die einzige Leserin der Reihe. 
Mit "Die Therapeutin" gelang aber ein weiterer Start in eine lesenswerte Reihe. 

4. Wie viele Bücher hast du 2016 gelesen?
Insgesamt habe ich leider nur 23 Bücher gelesen. Das ist mir eindeutig zu wenig. Das soll in diesem Jahr deutlich (!) gesteigert werden!

5. Was war dein winterliches Highlight? 
Ui, darauf kann ich gar keine so richtige Antwort geben. Ich habe im Winter "Eine handvoll Worte" und "Ein ganz neues Leben" von Jojo Moyes gelesen.Beides war für das Wetter draußen genau richtig. Auch wenn ich den Rest des Jahres eher Krimis bevorzuge. 

6. Welche Buchreihe willst du 2017 unbedingt fortsetzen?
Unbedingt lesen muss ich "Der Galgen von Tyburn". Diese Reihe fesselt mich einfach durch und durch und ich kann es kaum erwarten mit Peter Grant wieder auf Verbrecherjagd zu gehen!

7. Gibt es eine Neuerscheinung, auf die du dich 2017 besonders freust?
Mit dem Thema Neuerscheinungen hab ich mich noch gar nicht so intensiv auseinander gesetzt. Das liegt daran, dass ich massiv meinen SuB abbauen möchte, da ich diverse Wetten mit meinem Mann laufen habe. "Der Galgen von Tyburn" ist tatsächlich die einzige Neuerscheinung, die ich schon sehnlichst erwarte! 

8. Welches Sachbuch hat dich 2016 weitergebracht?
Öhm, meine Sachbücher notiere ich mir nicht. Ich liebe, liebe, liebe aber Kochbücher! Zählen die auch?! Die inspirieren mich auf jeden Fall für unser gemeinsames Hobby: der foodblog! 

9. An welchen Challenges hast du dieses Jahr teilgenommen? 
Ich habe an zwei challenges teilgenommen. Einmal an einer Hörbuch-challenge. Hier bin ich tatsächlich mit meinen gehörten 8,5 Hörbüchern nur knapp an meinem Ziel vorbei geschossen. 
Die challenge rund um Cecilia Ahern jedoch habe ich komplett vergeigt! Hust.
Eine Art Minirückblick auf die challenges findest du hier!

10. Was war die größte Veränderung auf deinem Blog in diesem Jahr (optisch oder thematisch)?
Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass die größte Veränderung war, wie wenig hier los war! Ich habe immer noch nicht alle Rezensionen aus dem Jahr 2016 veröffentlicht. Das ist echt hart. Dafür gab es umso mehr private Veränderungen, die mir einfach gut taten und die auch dran waren. Ein Vorhaben für das Jahr 2017 ist auf jeden Fall, dass ich mehr lese und vor allem regelmäßiger rezensiere! 

11. Welche drei Bücher möchtest du im Januar unbedingt lesen?
Ja, ich weiß. Der Januar ist schon rum. Und jetzt ist es leicht zu sagen, dass ich genau die Bücher gelesen habe, die ich mir vorgenommen hatte. Aber so ist es tatsächlich! Durch einen wunderbar entspannten Urlaub in Schweden hatte ich sehr viel Zeit zum Lesen und habe meine Januarziele sogar übertroffen! Unter anderem wollte ich "Mördermädchen" unbedingt lesen! 

Meine Fragen an die Nominierten!

  1. Beschreibe deinen Start in das Lesejahr 2017! 
  2. Gibt es bereits absolute Flops?
  3. Hast du bereits jetzt ein absolutes Highlight für 2017 gelesen?
  4. Wie viele Hörbücher nimmst du dir für dieses Jahr vor?
  5. Welche Bücher hast du dir 2017 bereits neu gekauft?
  6. Stell eine Prognose: wird dein SuB eher schrumpfen oder wachsen im Jahr 2017?
  7. Nenne uns dein allerliebstes Kinderbuch! Egal ob aus deiner Generation oder von deinen eigenen Kindern!
  8. Wenn du ein Buch schreiben würdest - wäre dies ein Liebesroman, ein Krimi oder Sachbuch?
  9. Eine gute Freundin ist absolut begeistert - von einem Buch, das völlig an deinem Lieblingsgenre vorbei geht. Liest du es trotzdem?
  10. Mit der Post kommt überraschend ein Buch an - welches wäre dein Favorit?
  11. Weißt du schon, welches Buch du als Nächstes verschenken wirst?

Diese blogs nominiere ich:

Noah und Tina von superlesehelden
Svenja von buchfresserchen
Simone von Mones Bücherliebe

Ich wünsche allen viel Spaß beim Beantworten meiner Fragen!

Dienstag, 7. Februar 2017

Rezension: Eigentlich bist du gar nicht mein Typ

9783426520116Eigentlich bist du gar nicht mein Typ
von Anna Bell
Roman
ISBN:  978-3426520116

Worum es geht:
Abi ist sich sicher, in Joseph ihren Traummann gefunden zu haben. Mit ihm möchte sie alt werden und den Sonnenuntergang in Portsmouth beobachten. Joseph sieht das allerdings etwas anders und verlässt Abi von einem Tag auf den anderen mit der Begründung, sie seien zu verschieden. Abi ist am Boden zerstört und hofft, dass Joseph wieder zur Besinnung kommt. Als er ihr wenige Tage später allerdings eine Kiste mit ihren Sachen vor die Tür stellt, ist es amtlich: Er will nichts mehr mit ihr zu tun haben. 
In der Kiste findet Abi eine Bucket-List von Joseph, die sie nie zuvor gesehen hat: "Zehn Dinge, die ich vor meinem 40. Geburtstag getan haben möchte." Abi ist sich sicher: Wenn sie die Punkte auf Josephs Liste abarbeitet, wird er erkennen, dass sie die perfekte Frau für ihn ist.


Mein Eindruck:
"Eigentlich bist du gar nicht mein Typ" ist ein Buch, das der Leser nicht zu ernst nehmen sollte. Denn sonst müsste dieser sich permanent darüber aufregen, wie versteift Abi auf diesen einen Typen ist und wie sehr sich Abi seit der plötzlichen Trennung hängen lässt. Das sind Charaktereigenschaften, die mir als Leserin unangenehm waren (so ein Frauenbild habe ich nicht!). Aber diese Eigenschaften sind nötig, um Abi das nötige Durchhaltevermögen für die Bucketlist zu geben. Und das zieht Abi leicht tollpatschig und naiv, aber für mich als Leserin immer liebenswert durch. Gemeinsam mit ihr konnte ich innere und sehr persönliche Grenzen überspringen und tolle Ereignisse erleben. Aber Vorsicht: nach der Lektüre dieses Buches hatte ich starken Hunger auf Kuchen und Co. Denn dieser ist neben Schokolade irgendwie immer präsent. 
Ein kleiner Minuspunkt ist die Vorhersehbarkeit der Story. Bereits nach den ersten Erledigungen auf der Liste war mir klar, was geschehen würde. Da dies jedoch recht häufig bei Liebesromanen der Fall ist, konnte ich darüber hinwegsehen. 

Mein Fazit:
Ein großartiges Meisterwerk an Lektüre darf nicht erwartet werden. Dies ist eher ein nettes "Bonbon" für zwischendurch. Aber mit einer Packung Keksen an der Seite durchaus lesenswert. Den ein oder anderen Schmunzler gibt es gratis. 

Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension: Eisige Nähe

9783426639412Eisige Nähe
von Andreas Franz
Krimi
ISBN: 978-3426639412

Worum es geht:
Der Kieler Musikproduzent Peter Bruhns wird zusammen mit seiner jungen Geliebten tot in einem Penthouse aufgefunden. Eine Beziehungstat? Oder das Werk eines persönlichen Feindes, von denen es nicht wenige gibt? Bei den Untersuchungen wird ein Gift nachgewiesen, das den Kommissaren Sören Henning und Lisa Santos Rätsel aufgibt. Der Fall nimmt eine ungeahnte Wendung, als am Tatort auch noch DNA sichergestellt wird, die in Deutschland bereits mit verschiedenen Morden in Verbindung gebracht wird. Handelt es sich hier nicht um eine Einzeltat, sondern um das Werk eines Massenmörders?

Mein Eindruck:
Nach einigen Jahren ohne ein Buch vom Autor in der Hand, hatte ich so richtig Lust auf ein Buch von Andreas Franz. Da es sich hier bereits um den 3. Band des Ermittlerduos handelt, hatte ich damit gerechnet nicht ganz leicht in die Charaktere zu finden. Mit einer solchen Enttäuschung hatte ich jedoch nicht gerechnet. Beide Figuren der Ermittler wirken naiv und (entschuldige den Ausdruck) leicht dümmlich. Das mag am Schreibstil des Autoren liegen, denn der wiederholt sich permanent. Und so wirkt es, als sei nicht nur sein Ermittlerduo schwer von Begriff, sondern der übliche Leser auch. Hier hätte sich der Autor jede Menge Papier sparen können. Ab Hälfte des Buches scheint es dem Autor selbst schon aufzufallen, dass er sich wiederholt und so greifen seine Figuren gegenseitig zu Sätzen wie "Du wiederholst dich". Das hat mich sehr gestört. Durch diese Wiederholungen ging die Spannung meines Erachtens sehr verloren. 
Weiterhin ist mir nicht ganz klar geworden, warum sich die beiden Ermittler Sören und Santos ausgerechnet wildfremden Menschen anvertrauen und umgekehrt diesen ebenfalls blind vertrauen. Dieses Verhalten stellen sie zudem immer wieder selbst in Frage und machen sich damit noch unglaubwürdiger in ihren Handlungen. 
Ebenso unglaubwürdig ist der gesuchte Profikiller. Seine Partnerin, die er abgöttisch zu lieben meint, betrügt er mit einer anderen. Denn die liebt er ja auch. Irgendwie zumindest. 
Durchgehalten habe ich bei diesem Buch, da ich immer auf die Spannung gewartet habe. Auf den großen Knall in den Ermittlungen und auf die Weiterentwicklung der Charaktere. Leider wurde ich enttäuscht und wusste wieder, warum ich bereits seit so langer Zeit kein Buch von Andreas Franz mehr gelesen hatte. 

Mein Fazit:
Eine Empfehlung gibt es meinerseits nur an besondere Fans des Autoren. Diese müssen jedoch gut durchhalten bei den ewigen Wiederholungen und der Spannungslosigkeit.

Dienstag, 24. Januar 2017

Rezension: Mördermädchen

Mördermädchen
von Elizabeth Little
Roman 
ISBN: 978-3-442-48347-1

Worum es geht:
Janie Jenkins hat alles: Ruhm, Geld und gutes Aussehen. Doch dann wird ihre Mutter ermordet – und alle Beweise sprechen gegen sie. Das Problem: Janie kann sich selbst nicht daran erinnern, was in jener Nacht geschehen ist. Als sie zehn Jahre später aus dem Gefängnis entlassen wird, macht sie sich auf die verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Eine Spur führt sie in die kleine Stadt Adeline in South Dakota, wo sie unter falscher Identität Stück für Stück die Vergangenheit ihrer Mutter entschlüsselt. Warum musste diese sterben – und trägt Janie tatsächlich Schuld an ihrem Tod?


Mein Eindruck:
Obwohl ich nicht ganz verstanden habe, woher Janie ihren Ruhm und ihren Erfolg schon vor der Verurteilung bezog,zog mich der Erzählstil der Protagonistin bereits nach ein paar Seiten in den Bann. Janie berichtet direkt und gnadenlos. Teilweise hat sie ein "freches Mundwerk", dass mich vielleicht bei anderen Büchern gestört hätte. In "Mördermädchen" jedoch findet die Autorin die perfekte Balance zwischen "nach Außen hin total viel Selbstbewusstsein" und eben den Zwischentönen. Die Zwischentöne sind es nämlich, die Janie so glaubwürdig in ihrer Person machen. Sie war schließlich bei ihrer Verhaftung noch sehr jung. 
Ein weiterer Pluspunkt für das Buch ist, dass zwischen den Kapiteln einige Gesprächsprotokolle oder SMS auftauchen. So tauche ich als Leser noch tiefer in die Geschichte ein und zeitgleich wird der Stil weiter aufgelockert. 
Der einzige kleine Wehrmutstropfen ist, dass die Autorin das rasante Tempo der Geschichte nicht komplett aufrecht erhalten kann. Doch das Ende ist wieder äußerst spannend und entschädigt für die kleinen in die Länge gezogenen Zwischenteile. 

Mein Fazit:
Ein spannendes Buch, dass nicht nur mit einem tollen Cover auftritt. Der Inhalt ist sehr lesenswert und unterhaltsam. Zeitgleich lässt es sich leicht lesen. Ein "Muss" für alle, die mal etwas andere Krimis lesen möchten. 

Dienstag, 10. Januar 2017

Rezension: Die Vermessung der Welt

Die Vermessung der Welt
von Daniel Kehlmann
ISBN: 3499241005

Worum es geht:
Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.

Mein Eindruck:
"Die Vermessung der Welt" lag ehrlich gesagt schon einige Zeit auf meinem SuB. Und ehrlich gesagt: dort hätte es ruhig auch noch ein paar Jahre liegen bleiben können. Das Buch wurde so oft hoch gelobt, dass ich wohl einen zu hohen Anspruch hatte. Schließlich ist häufig von Sprachwitz und genialen Formulierungen die Rede. Mir fällt kaum eine Passage ein, die ich als besonders genial titulieren möchte. Die Figuren Humboldt und Gauß erscheinen in dem Buch sehr überzeichnet und meines Erachtens werden sie eher ins Lächerliche gezogen. Das hatte ich leider nicht erwartet. Die Schwächen (zB im sozialen Leben) werden zu sehr in den Vordergrund gestellt, ohne dass ich persönlich dabei den Sprachwitz gefunden habe. Andere Personen hingegen könnten noch stärker einbezogen werden. So musste ich mich in den letzten Tagen fast durch dieses Buch "quälen". 
Vorzeitig abgebrochen habe ich es nur nicht, weil ich permanent auf die Genialität gewartet habe. Und ja ein Buch mit etwas über 300 Seiten eigentlich schnell gelesen ist. Doch auch hier hat mir der Autor Kehlmann ein Schnippchen geschlagen. Die Sätze sind scheinbar endlos aneinander gereiht, ohne jegliche Spannung. Dabei passiert im Leben von Humboldt und Gauß so viel! 

Mein Fazit:
Meines Erachtens kann auf die Lektüre dieses Werkes verzichtet werden - hochkarätige Pressestimmen hin oder her. Ich hatte mir eindeutig mehr von diesem Werk erhofft. 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Rezension: Totenkind

Totenkind
von Belinda Bauer
Psychothriller
ISBN: 978-3-442-48479-9

Worum es geht: 
Fünf Fußspuren im Beton – das ist alles, was Anna Buck von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist. Vor ein paar Monaten stahl sich der Junge unbemerkt über den noch feuchten Zement davon, weil sein Vater die Haustür offen stehen ließ. Seitdem ist Daniel wie vom Erdboden verschluckt. Tagtäglich putzt Anna die kleinen Abdrücke, poliert den Boden unter ihren Füßen, den sie längst verloren hat. Als eines Tages ein Hellseher Hilfe verspricht, ergreift die verzweifelte Mutter ihre letzte Chance. Doch ist der Mann der, der er zu sein vorgibt? Anna lässt sich auf das angebliche Medium ein und erlebt einen Albtraum ...


Mein Eindruck:
Mit sämtlichen Figuren dieses Romanes hatte ich meine Startschwierigkeiten. Auch die Story an sich benötigt meines Erachtens zu lange, um endlich in Schwung zu kommen. Etliche Seiten hatte ich schon gelesen, als es endlich spannend wurde. Und ich fürchte: hätte meine Schwiegermutter nicht gesagt, es würde noch spannend, ich hätte aufgehört. 
Die Figur der Anna Buck ist meines Erachtens zu naiv und lange Zeit zu passiv. Ihre Besonderheit tritt mir zu plötzlich und zu wenig nachvollziehbar auf. Ebensowenig gefällt mir die Figur ihres Mannes, der in seinem Selbstmitleid ertrinkt. 
Der Polizist Marvel ist mir ebenfalls nicht sympathisch, aber dies ist scheinbar durch die Autorin so gewollt. Zu sehr gewollt ist in meinen Augen jedoch auch, dass sich dieser Polizist in seiner Struktur stark von den "gewöhnlichen Kommissaren" unterscheidet. 
Spannend wurde dieses Buch für mich durch die Verknüpfung zu einem weiteren Vermisstenfall und die Frage, ob diese Person noch lebt. 
Die Auflösung, wer der Täter ist, war mir jedoch ziemlich zu Anfang klar. Ansonsten hätte diese Randperson nicht so deutlich beschrieben werden müssen.

Mein Fazit:
Dieses Buch kann ich nur bedingt an Leser empfehlen, die sich durch unsympathische Charaktere und durch Offensichtlichkeit nicht abschrecken lassen. 

Sonntag, 1. Januar 2017

Das Setzen von Zielen - mein Leserückblick 2016

Für das Jahr 2016 hatte ich mir so manches Leseziel gesetzt - und es nicht erreicht. Dennoch möchte ich hier nicht "jammern", sondern bin trotz der Turbulenzen des Jahres und einiger Veränderungen im Jahr 2016 stolz auf meine Leseleistungen. Irgendwie hätte ich nicht gedacht, dass ich es dann doch auf so viele gelesene Bücher schaffe...

Schade nur, dass ich so wenig rezensiert habe und (mal wieder) meine Ziele für die challenges nicht erreicht habe. Mein Ziel Bücher zu lesen hat sich durch verschiedene Absprachen mit meinem Mann auf einmal sehr viel mehr auf meinen SuB bezogen und ja, dann war da noch die Sache mit Cecilia Ahern... 

Für die Cecilia-Ahern-Challenge hatte ich mir gleich zu Beginn des Jahres 2016 mehrere Hörbücher und Bücher aus der Bib ausgeliehen - aber es hat bei keiner einzigen Story für einen Abschluss gereicht! Irgendwie war mir in diesem Jahr so überhaupt nicht danach und ich kam nicht in die Geschichten rein. Sehr schade. 

Für die Hörbuch-Challenge von Ariana hatte ich mir ganz fest 10 Hörbücher vorgenommen - dieses Ziel habe ich mit letztendlich 8,5 gehörten Hörbüchern wirklich nur knapp verfehlt. 


Gelesen habe ich zusätzlich in diesem Jahr immerhin 23 Bücher - ich hatte wesentlich weniger erwartet. 

2017 - was kommt auf mich zu?!

Da ich mich durch meinen mangelnden Erfolg im Jahre 2016 nicht entmutigen lassen möchte, habe ich mir für das Jahr 2017 erneut zwei Challenges herausgesucht, an denen ich teilnehmen möchte. 

Die Teilnahme an der "Save your SuB"-Challenge war für mich nur logisch. Und darauf freue ich mich wirklich sehr!


Außerdem hat mich die Idee hinter der "Edelstein-Challenge" so fasziniert, dass ich auch unbedingt daran teilnehmen möchte - wie auch immer ich die Aufgaben lösen soll. Denn ein Blick auf meinen SuB hat mir schon verraten, dass dort nicht viel zu holen ist... Da wird wohl der ein oder andere Besuch der Bücherei angeraten sein, um auch nur annähernd die Aufgaben zu lösen. (Was sich ja wiederum mit der SuB-Challenge beißt... args) Aber mein Ehrgeiz ist geweckt!