Dienstag, 24. Januar 2017

Rezension: Mördermädchen

Mördermädchen
von Elizabeth Little
Roman 
ISBN: 978-3-442-48347-1

Worum es geht:
Janie Jenkins hat alles: Ruhm, Geld und gutes Aussehen. Doch dann wird ihre Mutter ermordet – und alle Beweise sprechen gegen sie. Das Problem: Janie kann sich selbst nicht daran erinnern, was in jener Nacht geschehen ist. Als sie zehn Jahre später aus dem Gefängnis entlassen wird, macht sie sich auf die verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Eine Spur führt sie in die kleine Stadt Adeline in South Dakota, wo sie unter falscher Identität Stück für Stück die Vergangenheit ihrer Mutter entschlüsselt. Warum musste diese sterben – und trägt Janie tatsächlich Schuld an ihrem Tod?


Mein Eindruck:
Obwohl ich nicht ganz verstanden habe, woher Janie ihren Ruhm und ihren Erfolg schon vor der Verurteilung bezog,zog mich der Erzählstil der Protagonistin bereits nach ein paar Seiten in den Bann. Janie berichtet direkt und gnadenlos. Teilweise hat sie ein "freches Mundwerk", dass mich vielleicht bei anderen Büchern gestört hätte. In "Mördermädchen" jedoch findet die Autorin die perfekte Balance zwischen "nach Außen hin total viel Selbstbewusstsein" und eben den Zwischentönen. Die Zwischentöne sind es nämlich, die Janie so glaubwürdig in ihrer Person machen. Sie war schließlich bei ihrer Verhaftung noch sehr jung. 
Ein weiterer Pluspunkt für das Buch ist, dass zwischen den Kapiteln einige Gesprächsprotokolle oder SMS auftauchen. So tauche ich als Leser noch tiefer in die Geschichte ein und zeitgleich wird der Stil weiter aufgelockert. 
Der einzige kleine Wehrmutstropfen ist, dass die Autorin das rasante Tempo der Geschichte nicht komplett aufrecht erhalten kann. Doch das Ende ist wieder äußerst spannend und entschädigt für die kleinen in die Länge gezogenen Zwischenteile. 

Mein Fazit:
Ein spannendes Buch, dass nicht nur mit einem tollen Cover auftritt. Der Inhalt ist sehr lesenswert und unterhaltsam. Zeitgleich lässt es sich leicht lesen. Ein "Muss" für alle, die mal etwas andere Krimis lesen möchten. 

Dienstag, 10. Januar 2017

Rezension: Die Vermessung der Welt

Die Vermessung der Welt
von Daniel Kehlmann
ISBN: 3499241005

Worum es geht:
Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.

Mein Eindruck:
"Die Vermessung der Welt" lag ehrlich gesagt schon einige Zeit auf meinem SuB. Und ehrlich gesagt: dort hätte es ruhig auch noch ein paar Jahre liegen bleiben können. Das Buch wurde so oft hoch gelobt, dass ich wohl einen zu hohen Anspruch hatte. Schließlich ist häufig von Sprachwitz und genialen Formulierungen die Rede. Mir fällt kaum eine Passage ein, die ich als besonders genial titulieren möchte. Die Figuren Humboldt und Gauß erscheinen in dem Buch sehr überzeichnet und meines Erachtens werden sie eher ins Lächerliche gezogen. Das hatte ich leider nicht erwartet. Die Schwächen (zB im sozialen Leben) werden zu sehr in den Vordergrund gestellt, ohne dass ich persönlich dabei den Sprachwitz gefunden habe. Andere Personen hingegen könnten noch stärker einbezogen werden. So musste ich mich in den letzten Tagen fast durch dieses Buch "quälen". 
Vorzeitig abgebrochen habe ich es nur nicht, weil ich permanent auf die Genialität gewartet habe. Und ja ein Buch mit etwas über 300 Seiten eigentlich schnell gelesen ist. Doch auch hier hat mir der Autor Kehlmann ein Schnippchen geschlagen. Die Sätze sind scheinbar endlos aneinander gereiht, ohne jegliche Spannung. Dabei passiert im Leben von Humboldt und Gauß so viel! 

Mein Fazit:
Meines Erachtens kann auf die Lektüre dieses Werkes verzichtet werden - hochkarätige Pressestimmen hin oder her. Ich hatte mir eindeutig mehr von diesem Werk erhofft. 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Rezension: Totenkind

Totenkind
von Belinda Bauer
Psychothriller
ISBN: 978-3-442-48479-9

Worum es geht: 
Fünf Fußspuren im Beton – das ist alles, was Anna Buck von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist. Vor ein paar Monaten stahl sich der Junge unbemerkt über den noch feuchten Zement davon, weil sein Vater die Haustür offen stehen ließ. Seitdem ist Daniel wie vom Erdboden verschluckt. Tagtäglich putzt Anna die kleinen Abdrücke, poliert den Boden unter ihren Füßen, den sie längst verloren hat. Als eines Tages ein Hellseher Hilfe verspricht, ergreift die verzweifelte Mutter ihre letzte Chance. Doch ist der Mann der, der er zu sein vorgibt? Anna lässt sich auf das angebliche Medium ein und erlebt einen Albtraum ...


Mein Eindruck:
Mit sämtlichen Figuren dieses Romanes hatte ich meine Startschwierigkeiten. Auch die Story an sich benötigt meines Erachtens zu lange, um endlich in Schwung zu kommen. Etliche Seiten hatte ich schon gelesen, als es endlich spannend wurde. Und ich fürchte: hätte meine Schwiegermutter nicht gesagt, es würde noch spannend, ich hätte aufgehört. 
Die Figur der Anna Buck ist meines Erachtens zu naiv und lange Zeit zu passiv. Ihre Besonderheit tritt mir zu plötzlich und zu wenig nachvollziehbar auf. Ebensowenig gefällt mir die Figur ihres Mannes, der in seinem Selbstmitleid ertrinkt. 
Der Polizist Marvel ist mir ebenfalls nicht sympathisch, aber dies ist scheinbar durch die Autorin so gewollt. Zu sehr gewollt ist in meinen Augen jedoch auch, dass sich dieser Polizist in seiner Struktur stark von den "gewöhnlichen Kommissaren" unterscheidet. 
Spannend wurde dieses Buch für mich durch die Verknüpfung zu einem weiteren Vermisstenfall und die Frage, ob diese Person noch lebt. 
Die Auflösung, wer der Täter ist, war mir jedoch ziemlich zu Anfang klar. Ansonsten hätte diese Randperson nicht so deutlich beschrieben werden müssen.

Mein Fazit:
Dieses Buch kann ich nur bedingt an Leser empfehlen, die sich durch unsympathische Charaktere und durch Offensichtlichkeit nicht abschrecken lassen. 

Sonntag, 1. Januar 2017

Das Setzen von Zielen - mein Leserückblick 2016

Für das Jahr 2016 hatte ich mir so manches Leseziel gesetzt - und es nicht erreicht. Dennoch möchte ich hier nicht "jammern", sondern bin trotz der Turbulenzen des Jahres und einiger Veränderungen im Jahr 2016 stolz auf meine Leseleistungen. Irgendwie hätte ich nicht gedacht, dass ich es dann doch auf so viele gelesene Bücher schaffe...

Schade nur, dass ich so wenig rezensiert habe und (mal wieder) meine Ziele für die challenges nicht erreicht habe. Mein Ziel Bücher zu lesen hat sich durch verschiedene Absprachen mit meinem Mann auf einmal sehr viel mehr auf meinen SuB bezogen und ja, dann war da noch die Sache mit Cecilia Ahern... 

Für die Cecilia-Ahern-Challenge hatte ich mir gleich zu Beginn des Jahres 2016 mehrere Hörbücher und Bücher aus der Bib ausgeliehen - aber es hat bei keiner einzigen Story für einen Abschluss gereicht! Irgendwie war mir in diesem Jahr so überhaupt nicht danach und ich kam nicht in die Geschichten rein. Sehr schade. 

Für die Hörbuch-Challenge von Ariana hatte ich mir ganz fest 10 Hörbücher vorgenommen - dieses Ziel habe ich mit letztendlich 8,5 gehörten Hörbüchern wirklich nur knapp verfehlt. 


Gelesen habe ich zusätzlich in diesem Jahr immerhin 23 Bücher - ich hatte wesentlich weniger erwartet. 

2017 - was kommt auf mich zu?!

Da ich mich durch meinen mangelnden Erfolg im Jahre 2016 nicht entmutigen lassen möchte, habe ich mir für das Jahr 2017 erneut zwei Challenges herausgesucht, an denen ich teilnehmen möchte. 

Die Teilnahme an der "Save your SuB"-Challenge war für mich nur logisch. Und darauf freue ich mich wirklich sehr!


Außerdem hat mich die Idee hinter der "Edelstein-Challenge" so fasziniert, dass ich auch unbedingt daran teilnehmen möchte - wie auch immer ich die Aufgaben lösen soll. Denn ein Blick auf meinen SuB hat mir schon verraten, dass dort nicht viel zu holen ist... Da wird wohl der ein oder andere Besuch der Bücherei angeraten sein, um auch nur annähernd die Aufgaben zu lösen. (Was sich ja wiederum mit der SuB-Challenge beißt... args) Aber mein Ehrgeiz ist geweckt!