Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension: Eisige Nähe

9783426639412Eisige Nähe
von Andreas Franz
Krimi
ISBN: 978-3426639412

Worum es geht:
Der Kieler Musikproduzent Peter Bruhns wird zusammen mit seiner jungen Geliebten tot in einem Penthouse aufgefunden. Eine Beziehungstat? Oder das Werk eines persönlichen Feindes, von denen es nicht wenige gibt? Bei den Untersuchungen wird ein Gift nachgewiesen, das den Kommissaren Sören Henning und Lisa Santos Rätsel aufgibt. Der Fall nimmt eine ungeahnte Wendung, als am Tatort auch noch DNA sichergestellt wird, die in Deutschland bereits mit verschiedenen Morden in Verbindung gebracht wird. Handelt es sich hier nicht um eine Einzeltat, sondern um das Werk eines Massenmörders?

Mein Eindruck:
Nach einigen Jahren ohne ein Buch vom Autor in der Hand, hatte ich so richtig Lust auf ein Buch von Andreas Franz. Da es sich hier bereits um den 3. Band des Ermittlerduos handelt, hatte ich damit gerechnet nicht ganz leicht in die Charaktere zu finden. Mit einer solchen Enttäuschung hatte ich jedoch nicht gerechnet. Beide Figuren der Ermittler wirken naiv und (entschuldige den Ausdruck) leicht dümmlich. Das mag am Schreibstil des Autoren liegen, denn der wiederholt sich permanent. Und so wirkt es, als sei nicht nur sein Ermittlerduo schwer von Begriff, sondern der übliche Leser auch. Hier hätte sich der Autor jede Menge Papier sparen können. Ab Hälfte des Buches scheint es dem Autor selbst schon aufzufallen, dass er sich wiederholt und so greifen seine Figuren gegenseitig zu Sätzen wie "Du wiederholst dich". Das hat mich sehr gestört. Durch diese Wiederholungen ging die Spannung meines Erachtens sehr verloren. 
Weiterhin ist mir nicht ganz klar geworden, warum sich die beiden Ermittler Sören und Santos ausgerechnet wildfremden Menschen anvertrauen und umgekehrt diesen ebenfalls blind vertrauen. Dieses Verhalten stellen sie zudem immer wieder selbst in Frage und machen sich damit noch unglaubwürdiger in ihren Handlungen. 
Ebenso unglaubwürdig ist der gesuchte Profikiller. Seine Partnerin, die er abgöttisch zu lieben meint, betrügt er mit einer anderen. Denn die liebt er ja auch. Irgendwie zumindest. 
Durchgehalten habe ich bei diesem Buch, da ich immer auf die Spannung gewartet habe. Auf den großen Knall in den Ermittlungen und auf die Weiterentwicklung der Charaktere. Leider wurde ich enttäuscht und wusste wieder, warum ich bereits seit so langer Zeit kein Buch von Andreas Franz mehr gelesen hatte. 

Mein Fazit:
Eine Empfehlung gibt es meinerseits nur an besondere Fans des Autoren. Diese müssen jedoch gut durchhalten bei den ewigen Wiederholungen und der Spannungslosigkeit.

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